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Der Grosse Inselsberg "Mons Insularis"
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Der Grosse Inselsberg-916,5 m
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Der 127 m hohe Sendemast auf dem Großen Inselsberg
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Besonders im Frühjahr und Herbst zeigt sich der Inselsberg von seiner faszinierenden Seite. © Foto: M. Lauerwald
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Inselsberg oder Inselberg ???
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1649 - Am 17. August wurde die von den Arbeitern des Herzogs Ernst I. dem Frommen von Gotha (1601 - 1675) auf dem Inselberg erbaute Schutzhütte - ein Oktagon - eingeweiht. Er ließ über die Türe ein Schild mit der Aufschrift "Mons insularis" (d.h. Inselberg) anbringen. Hierdurch wurde erst die Bezeichnung "Inselberg" eingeführt, da er vorher meist "Heunzelberg" oder "Emseberg" genannt wurde. Die Namensbezeichnung "Inselsberg" wurde vor Jahren in unsere deutsche Sprache eingeführt und diese auch in den Duden übernommen.
Quelle: Helmut Kirchner "Vom Inselsberg zur Stopfelskuppe bis zum Hermannsberg" Heft 1, 1987
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Rundblick vom Turm des Preußischen Hofes (1934)
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Markantester Berg Mitteldeutschlands
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Mit seinen 916,5 m ü. NN ist der Große Inselsberg die höchste Erhebung des nordwestlichen Thüringer Waldes. Sein stark herausragender Gipfel ist ein besonderes Markenzeichen des ganzen Gebirges. Weithin sichtbar und zentral in Mitteldeutschland gelegen ist er ein besonderer Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern. Auf dem Gipfelplateau befinden sich zwei Gasthäuser, eine Jugendherberge sowie die Sendeanlagen der Deutschen Telekom und anderer Dienste.
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Arbeiten am Sendemast Eine Herausforderung für Mensch und Technik. © Foto: M. Lauerwald
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Fotos rund um den Inselsberg
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Der Inselsberg im Wandel der Zeit
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Historische Ansichtskarten
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Geologie und Geschichte des Berges
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Der Inselsberg ist vulkanischen Ursprungs und ist ein Quarzporphyr-Härtling, der aus den weicheren Schichten des umliegenden Rotliegenden herausgewittert ist. Erstmalig wurde der Berg als Enzenberc im Jahr 1250 erwähnt. Um 1649 ließ Herzog Ernst I. der Fromme von Gotha (1601 - 1675) den Berg erschließen. Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha und Altenburg (1745 - 1804) ließ in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf dem Plateau ein kleines Observatorium für astronomische Beobachtungen und Landvermessungen errichten. Über den Gipfel läuft der Rennsteig, der hier früher die Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Gotha und dem Kurfürstentum Hessen (Enklave Schmalkalden) darstellte.
Aus diesem Grund wurde auch auf "beiden" Seiten ein Gasthaus errichtet: 1810 auf der hessischen Seite der heutige Berggasthof Stöhr und auf der gothaischen 1852 der heutige Berggasthof Stadt Gotha. In den 1960er Jahren wurde noch ein Jugendgästehaus errichtet, welches nun genau zwischen den beiden Gasthöfen steht und noch heute als Jugendherberge betrieben wird. Nach dem Krieg von 1866 teilte sich Sachsen-Coburg und Gotha den Berg mit dem Königreich Preußen, da das Kurfürstentum Hessen nach dem verlorenen Krieg von Preußen annektiert worden war. In der DDR verlief von 1952 bis 1990 die Grenze zwischen den Bezirken Suhl und Erfurt auf dem Berg.
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Ansichtskarte aus dem Jahre 1900
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Typische Brotteröder Alltagskleidung der damaligen Zeit
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Ein altes Gedicht...
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Wer ist Teutschland doch so fremd und unbereiset, Der Thüringen nicht weiß und seinen großen Wald, Die Berge, die er zählt, hat keiner leicht gezahlt, Von denen sich jedoch den allerhöchsten weiset Der hohe Heunselberg:Wie herrlich kann er prangen, auf so viel Meilen hin, sieht alles niedrig sein, Was sonsten in den Grund hat einen hohen Schein, Kann mit der schönen Spitz bis in die Wolken langen.
Veit Ludwig von Seckendorff, 1649
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Der Inselsberg auf einer alten Postkarte
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Historische Ansichtskarte
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Blick vom Aussichtsturm des Preussischen Hofes (heute Berggasthof Stöhr)
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Preussischer Hof mit Aussichtsturm
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Das Bild entstand in den 20er Jahren. Der Turm hatte eine Höhe von 15 m und besaß ein großes Zeiß-Fernrohr
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Hotel Gotha
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Blick vom Inselsberg auf das Hotel Gotha. Das Bild entstand um die Jahrhundertwende.
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Geschichte der Funksendeanlagen
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Durch seine günstige Lage eignete sich der Berg besonders für den aufkommenden Rundfunk. So wurde in den 30er Jahren ein Sendeturm auf dem Plateau errichtet. In den Kriegsjahren war dieser Standort von besonderem militärischen Interesse. Es wurden Funkanlagen für die Flugüberwachung und Koordination des Flugverkehrs errichtet. Nach dem Krieg erhielt das Gelände die Deutsche Post, die bis 1989 von hier ihre Rundfunk- und Fernsehprogramme übertrug. 1972 erhielt der Berg ein neues Gesicht. Ein 126 m hoher Sendemast wurde errichtet. Von diesem werden heute noch 2 Fernsehprogramme sowie 6 UKW-Programme abgestrahlt. Seit 1990 betreibt u.a. die Deutsche Telekom die Sendeanlagen.
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Rudolf Heß am 12.10.1935 auf dem Großen Inselsberg
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Der damalige Hitlerstellvertreter Rudolf Heß auf der Terasse des Berggasthofes Stöhr. Man war sich der militärischen Bedeutung des Inselsberges durchaus bewusst.
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Der Inselsberg auf alten Postkarten
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Glück zu, O fremde Gäst', es heisset euch willkommen, Der selten Menschen sieht, der hohe Inselsberg, Die Spitze dieses Lands's, ein göttlich Meister- Werk, Kommt, sehet selbst mit Lust, was ihr sonst nur vernommen
Veit Ludwig von Seckendorff, 1649
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Luftaufnahme von 1938
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Kurz vor dem Bau des runden Turmes. Zu erkennen sind einige Funkmesswagen, sowie eine kleine Antenne auf dem Gipfelplateau.
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Der Sendeturm in den 50er Jahren
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Die "Thermoskanne" wie der Turm auch liebevoll genannt wird prägt das Bild des Inselsberges seit 1939.
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Zahlen und Fakten zum Sender
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1939 Bau des runden Turmes als Antennenträger nach Plänen des Reichspostzentralamtes Berlin unter Leitung der Deutschen Luftwaffe. 200 Menschen arbeiten Tag und Nacht beim Bau. Danach Funksende- und Überwachungsstelle für millitärische Zwecke. |
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1945 Der Turm wird einige Jahre als Aussichtsturm für die Bevölkerung genutzt |
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1952 Beginn der Instandsetzungsarbeiten am Turm durch das MPF (Ministerium für Post und Fernmeldewesen) |
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1953 12.06. Inbetriebnahme des ersten 250W-UKW-Senders. Noch im gleichen Jahr kommt ein 5 kW-MW- Sender dazu. |
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1955 8.9. Abstrahlung der ersten Fernsehsendung mit 3 kW. Neue Richtfunkstrecken vom Studio über die FuSt Brocken zum Inselsberg nehmen den Betrieb auf. |
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1957 Aufbau des 50m hohen Gittermastes. Damit war es möglich die Leistung des UKW- und Fernsehsenders auf 10kW zu erhöhen. |
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1963 Ein neuer Band3-Sender und vier neue UKW-Sender nehmen ihren Betrieb auf. Aufbau einer Netzersatzanlage sowie Aufbau des CSF-Band4-Fernsehsenders (aus französischer Produktion) |
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1968 Fertigstellung der Zentralen Überwachung in der 3. Etage |
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1970 Baubeginn des neuen Sendergebäudes und des Antennenträgers. Der Gesamtaufwand dieser 1. Ausbaustufe beläuft sich auf ca. 23 Mio. Mark der DDR. |
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1972 Offizielle Abstrahlung des 2. Fernsehprogrammes mit dem CSF-Sender. |
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1973 Die UKW-Sender DDR 1 und DDR 2 werden auf Stereo umgerüstet. |
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1974 Inbetriebnahne des FWB-Band4-Senders im neuen Sendergebäude und Abstrahlung des Programmes vom neuen Antennenträger. Der Band3- Sender (FWK) wird für das Farbfernsehen umgerüstet. |
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1980 Realisierung des Stereo-Senders "Berliner Rundfunk" |
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1984 Beginn der 2. Ausbaustufe mit Stahlbauleistungen am Rohrturm. |
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1985 Inbetriebnahmen: Doppelanlage Band3 (Zarat) und Doppelanlage Band2 (Zarat). Die Anlagen stammen aus polnischer Produktion. |
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1986 Demontage des alten Gittermastes vom Turm mit einem 89 m Kranausleger. Einführung der integrierten Tonübertragung (ITÜ). Das Programm "Stimme der DDR" wird auf Stereo umgerüstet. |
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Alter Turm mit Gittermast
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Von 1957-1986 prägte dieses Bild den Inselsberg. Der Antennenträger hatte eine Höhe von 50 m. Somit kam der Turm auf eine Gesamthöhe von ca. 93 m. Stabilisiert wurde der Mast mit mehreren Stahlseilen (Pardunen). © Foto: Hans-J. Lauerwald
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Frequenzen und Sender in der DDR und heute
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87,9 MHz
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Radio DDR 1
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MDR Figaro
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90,2 MHz
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Berliner Rundfunk
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MDR Jump
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92,5 MHz
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Radio DDR 2
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MDR1-Thüringen
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97,2 MHz
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Stimme der DDR
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DLR-Kultur
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102,2 MHz
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Jugendradio DT 64
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Antenne Thüringen
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104,2 MHz
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kein Sender
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Landeswelle Thüringen
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Kanal 5
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DDR Fernsehen1 (kurzzeitig DFF 1)
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ARD
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Kanal 31
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DDR Fernsehen2 (kurzzeitig DFF 2)
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MDR
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© by Michael Lauerwald · www.inselsberg-mineralien.de · Brotterode
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